Im Land der Nordlichter

Vier Tage Mitten im Nirgendwo. Vier Tage voller Schnee, Dunkelheit und Kälte. Vier Tage voller einmaliger Erfahrungen. Vier Tage im Finnischen Lappland – Der perfekte Abschluss meines Auslandssemesters!

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Tag 1

Nachts im Bus bin ich immer mal wieder aufgewacht und habe aus dem Fenster geschaut. Was ich da gesehen habe? Schnee, Schnee und noch mehr Schnee. Die Straßen waren nicht geräumt, der Schnee also nur plattgefahren. Meistens jedenfalls. Manchmal sind wir in Straßen abgebogen, in denen noch hoher Neuschnee lag. Zum Glück war ich im Halbschlaf, sonst hätte mir das wahrscheinlich mehr Angst bereitet. Da wusste ich aber auch noch nicht, dass die Straßen nie richtig geschoben sind. Wie auch, wenn es permanent schneit? Trotzdem stehen überall Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung. Man darf nicht schneller als 100km/h fahren. In Deutschland wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, schneller als 50km/h zu fahren – vor allem mit einem riesigen Doppeldeckerbus. Aber nicht in Finnland.

Nach 22 Stunden Busfahrt von Jönköping sind wir um acht Uhr morgens in Korvala angekommen. Dort wurden wir von der Familie, die die „Ferienhäuser“ vermietet, in traditioneller finnischer Kleidung empfangen. Dann ging es zum Frühstücksbüffet. Vor dem hatte ich schon ein bisschen Angst, da Freunde, die ihr Auslandssemester in Finnland verbracht haben, mich vor den finnischen Gerichten gewarnt hatte. Die Finnen essen wohl zum Beispiel gerne Pfannkuchen mit einer Art Blutwurst zum Frühstück. Lecker… Aber: Meine Sorgen waren völlig unbegründet!

Nach dem Frühstück konnten wir die Hütten beziehen, die für die nächsten Tage unser Zuhause sein sollten. Der Familienvater Seppel hat diese, wie fast alles andere, selbst gebaut. Aus Holz, versteht sich, davon gibt es in Lappland schließlich genug. Vorher wurde uns noch erklärt, dass die Heizung nie kälter als 17 Grad eingestellt sein drüfte und wir auf keinen Fall den Kamin benutzen sollten. Eine lange warme Dusche sei auch nicht möglich.

Wir haben direkt die dicken Schneeanzüge angezogen und sind raus in die Kälte gegangen. -10 Grad, angenehm warm für finnische Verhältnisse. Dann wurde uns gezeigt, wie Eisfischen geht. Direkt bei den Hütten liegt nämlich ein großer See, der im Winter komplett zufriert.

Und das war’s dann auch quasi schon wieder mit dem Tag. Ab 15 Uhr ist es nämlich dunkel. Und auch tagsüber geht die Sonne nie richtig auf. Wenn man Glück hat, sieht man sie mal hinter den Baumkronen durchschimmern. Dadurch herrscht den ganzen Tag lang Sonnenaufgangsstimmung.

Zum Abendessen gab es als Nachtisch ein typisch finnisches Gericht: Suppe aus Beeren, die die Familie im Sommer gepflückt hatte.

Typisch finnisch ging es dann auch weiter: Ab in die Sauna. Als Abkühlung haben wir uns aber nicht unter eine kalte Dusche gestellt, sondern sind in den See gesprungen. Vor der Hütte wurde extra die Eisschicht des Sees entfernt, sodass dort eine kleine Badestelle ist. Und oh mein Gott, war das kalt! Der See ist nur ungefähr drei Meter von der Saunahütte entfernt – und trotzdem sind meine Füße schon nach wenigen Sekunden am Boden festgefroren. Das Eisbaden hat aber so viel Spaß gemacht, dass wir gleich nochmal in den See gesprungen sind.

Tag 2

Als ich morgens aus der Hütte zum Frühstück gehen wollte, habe ich erstmal einen Hustenanfall bekommen. Es war sooo unglaublich kalt. Innerhalb einer Minute sind meine Haare und Wimpern eingefroren, nach fünf Minuten habe ich meine Füße kaum noch gespürt. Kein Wunder: Das Thermometer zeigte -36 Grad. Eigentlich sollten am heutigen Tag die Rentier- und Hundeschlittentouren stattfinden, aber dafür war es definitiv zu kalt. Durch den Fahrtwind hätten wir nämlich bis zu -45 Grad erreicht und uns wurde erklärt, dass das nicht nur für die Huskys gefährlich ist. Durch die Kälte spüre man Füße und Hände schon nach wenigen Minuten nicht mehr, was bei vielen zu Panikanfällen führe. Also wurde zum Glück der Plan geändert, anstatt am dritten Tag sollte es nun schon heute ins Santa Claus Village und nach Rovaniemi gehen. Aber nicht nur für Mensch und Tier war es zu kalt, sondern auch für unseren Reisebus. Der ist über Nacht kaputt gegangen. Aber die Gastfamilie war so bemüht, dass sie uns einen Bus in den nahegelegenen Nationalpark organisiert haben, in dem wir Ski fahren konnten oder einfach durch die kleinen Berge wandern konnten. Dafür haben wir uns erstmal ganz dick angezogen: drei Pullover, Wollsocken von Oma, Schneeanzug, darüber die Winterjacke, zwei Schals und ein Stirnband, darüber die Mütze. Erstmal saßen wir aber noch zwei Stunden im Bus und sind mitten durch Lappland gefahren, immer weiter Richtung Norden. Während der Fahrt musste der Bus auf einmal eine Vollbremsung machen: Ein Rentier stand mitten auf der Straße.

Als wir dann am Infocenter des Nationalparks angekommen sind, wurden unser Wanderpläne erstmal zerstört. Auch dafür sei es zu kalt. Deshalb sind wir dann einfach mit dem Skilift auf den Berg gefahren und haben einen warmen Kakao getrunken.

Pünktlich zum Abendessen waren wir dann wieder zurück in Korvala. Dieses Mal gab es als Nachtisch Halloumi Käse mit Zimt und Preiselbeeren. Abends haben wir dann noch am Lagerfeuer zusammengesessen, Marshmallows gegrillt und Glühwein getrunken. Und damit ging der wohl kälteste Tag in meinem Leben zu Ende.

Tag 3

Nur noch -4 Grad, zum Glück!  Über Nacht haben wir einen neuen Reisebus bekommen, sodass wir wie geplant dann doch noch zum Santa Claus Village fahren konnten. Das liegt übrigens direkt auf dem Polarkreis. Das Weihnachtsdorf ist mit zahlreichen Souvenirläden natürlich voll das Tourie-Ding. Aber besonders für Kinder muss es richtig toll sein – man kann dort nämlich den echten Weihnachtsmann treffen und mit ihm ein Foto machen. Das ist tatsächlich spannender als man es sich vorstellt: der Weg zum Weihnachtsmann ist schön gestaltet – mit einer riesigen tickenden Uhr, bunten Lichtern und Elfen zum Beispiel. Als Kind wäre ich total ausgeflippt ! Das Beste am Santa Claus Village ist meiner Meinung nach das „offizielle Postzentrum des Weihnachtsmanns“. Hier kann man Weihnachtskarten an Freunde und Familie schicken, die mit einem Stempel versehen werden, der beweist, dass sie direkt vom Weihnachtsmann kommen.

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Vom Santa Claus Village sind wir dann weiter nach Rovaniemi gefahren, der Hauptstadt des Finnischen Lapplands. Hier leben ungefähr 60.000 Menschen. Zu der Stadt kann ich nicht wirklich viel sagen. Obwohl sie mitten im Nirgendwo liegt, bleibt Rovaniemi eine typische Kleinstadt. Nicht besonders schön, nicht besonders hässlich. Wir sind in Rovaniemi dann noch in das Arctic Museum gegangen. Hier konnte man mehr über die Sami Kultur, das Leben in Lappland und auch über die Natur erfahren.

Zurück in Korvala gab es noch ein letztes Mal typisch finnisches Essen. Wer wollte, konnte Rentierfleisch probieren und zum Nachtisch haben wir Beerenkuchen gegessen.

Für die Zeit in Lappland habe ich mir extra eine App runter geladen, die anzeigt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Nordlichter auftreten. Am heutigen letzen Abend war sie mit 3,6 relativ hoch. Und auch der Himmel war entgegen der Vorhersage nicht bewölkt. Also sind wir raus auf den See gegangen und haben gewartet, aber bis auf einen kleinen Lichtstreifen haben wir nicht wirklich viel gesehen. Einer meiner Freunde hat dann aber ein Foto mit seinem Handy gemacht und darauf konnten wir auf einmal drei Streifen am Himmel erkennen. Und tatsächlich: wenige Minuten später kamen immer neue Lichter dazu. Rund eine halbe Stunde standen wir dort, mitten auf dem See und haben fasziniert in den Himmel geschaut. Ein richtiger Nordlichter-Sturm, der eine halbe Stunde angehalten hat. Mein Weihnachtswunsch ist in Erfüllung gegangen ! 🙂 Das war wohl definitiv eine dieser „once in a lifetime“ Erfahrungen.

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Weil einem nach einer halben Stunde bei -15 Grad dann doch irgendwann kalt wird, sind wir danach erstmal in die Sauna gegangen.

Tag 4

Am Vormittag des letzen Tages fanden dann endlich die ganzen Safaris statt. Morgens kam ein Sami mit seinen Rentieren und Schlitten und wir sind eine Stunde durch den Wald gefahren. So muss sich der Weihnachtsmann fühlen! In Lappland leben übrigens vieeeel mehr Rentiere als Menschen. Vielleicht liegt das daran, dass Rentiere auch problemlos bei -70 Grad draußen leben können. Jeder Sami hat ein eigenes Kennzeichen für seine Rentiere, das er mit einem Messer in das Ohr der Rentiere ritzt. Weil die Rentiere alle frei im Wald leben, können die Sami nur so wissen, ob es eins ihrer Tiere ist oder nicht. Der Sami hat uns erklärt, dass er jedes seiner Tiere unterscheiden kann. Leider weiß ich nicht, wie viele Rentiere er besitzt. Uns wurde vorher gesagt, dass das die einzige Frage ist, die man einem Sami nie stellen darf.

Nach der Rentier-Safari ging es direkt weiter zu den Huskys. Unsere Gastfamilie besitzt insgesamt 70 Huskys, die Hälfte von ihnen lebt auch in Korvala. Ab zwei Jahren kann man damit beginnen, die Huskys an die Schlitten zu gewöhnen. Ich weiß nicht, wer mehr Spaß hatte: ich oder die Hunde?

 

 

Fotos der Nordlichter: Domonkos Révész

Gränna – das Dorf der Zuckerstangen

Um nach dem Tod ihres Mannes für sich und ihre Kinder zu sorgen, begann Amalia Eriksson in Gränna Bonbons für Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zu verkaufen. Mit Erfolg. Dank ihren „Polkagris“ ist ihr kleines Heimatdorf  in ganz Schweden bekannt. Polkagris sind rot-weiß gestreifte Zuckerstangen, die aus Zucker, Wasser, Essig und Pfefferminze hergestellt werden. Die Polkagris sind also nicht so süß wie sie aussehen, sondern schmecken nach Pfefferminze

1923 starb Amalia Eriksson, ihre Tochter führte die Tradition weiter. Die Nachfrage wurde immer größer und Gränna ein immer beliebteres Reiseziel – bald auch bei ausländischen Touristen.

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Heute werden in Gränna noch in vielen kleinen Manufakturen Polkagris und zahlreiche andere Süßigkeiten verkauft. Man kann in den meisten Läden sogar den Zuckerbäckern bei der Arbeit zu gucken.

Von Gränna lohnt sich ein Ausflug  auf die Insel Visingsö.

Schweden wie im Bilderbuch – Ein Tag auf der Insel Vrångö

Die vielen Inseln mitten in der Nordsee, die kleinen roten Häuser und die unglaublich schöne Natur – Auf der Insel Vrångö erlebt man Schweden von der schönsten Seite. Wer in Göteborg ist, sollte unbedingt einen Tagesausflug zu den Schäreninseln vor der Küste machen. Für mich sind sie das Beste, was ich bisher in Schweden gesehen habe!

Vom Stadtzentrum aus kann man ganz einfach innerhalb einer Stunde mit der Straßenbahn oder dem Bus zur Küste fahren. Wir sind zu den südlichen Schäreninseln gefahren, dafür muss man mit der Bahnlinie 11 bis zur Endstation Saltholmen fahren. Von da aus geht es dann mit der Fähre weiter zu den Inseln. Das Ticket, das man in der Bahn für nur drei Euro kaufen kann, ist 90 Minuten gültig und zählt auch als Fahrkarte für die Fähren.

Dann muss man sich für eine der fast 15 Inseln entscheiden, die die Fähren anfahren.Wir sind zur größten südlichsten Insel Vrångö gefahren. Die Fahrt dauert rund eine Stunde. Bei schönem Wetter kann ich nur jedem empfehlen, draußen auf dem Deck zu bleiben. Die Aussicht ist einfach super!

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Das Besondere an den südlichen Schäreninseln ist, dass die Bewohner hier das ganze Jahr leben und keiner von ihnen ein Auto hat. Sie fahren lieber mit kleinen Caddys, wie wir sie vom Golfen kennen, durch die Gegend.

Zwei größere Inseln, Donsö und Styrsö, sind durch eine Brücke verbunden. Ansonsten sind alle mit dem Boot oder eben mit ihren Caddys unterwegs.

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Auf Vrångö angekommen, sind wir einfach Richtung Dorfmitte gelaufen und haben uns an einem kleinen roten Haus auf einem Hügel orientiert. So groß ist die Insel schließlich auch nicht. Ein kleiner, aber wichtiger Tipp an dieser Stelle: Vielleicht sollte man – anders als wir es getan haben – erstmal gucken wann die Schiffe vom Hafen zurückfahren, bevor man die Insel erkundet.

Das rote Haus war lange das sogenannte Lotushaus der Insel. Lotsen halfen Schiffen bei der Ein- und Ausfahrt in den kleinen Hafen der Insel und retteten auch Schiffe in Not. Ihr Beruf galt als besonders hart, da sie auch bei stürmischen Wetter immer draußen beim Hafen sein mussten. 1931 wurden aber letztendlich alle Lotsen von der Insel abgezogen. Doch noch dreißig Jahre lange wurde das Haus von der Zollverwaltung genutzt.

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Heute lohnt sich der Weg zum Lotushaus allein wegen der schönen Aussicht über den Hafen. Von dort aus kann man dann auch einen langen Spaziergang entlang des Ufers machen oder im Naturreservat der Insel quer durch die Heide spazieren.

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Slottskogen – Göteborgs Stadtpark

Wer in Göteborg ist, sollte auch unbedingt in den großen Stadtpark gehen. Der rund 140ha große Park ist nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Seit 1874 können die Göteborger hier ihre Freizeit in der Natur verbringen. Vom Park aus hat man auch eine gute Aussicht über die Stadt und kann auf einer der vielen Bänke in Ruhe Pause machen.
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Das Beste am Park sind die vielen Tiergehege. Mitten in der Stadt hat man hier die Chance, Elche und Rentiere zu sehen.

 

 

Eishockey

Um ehrlich zu sein, finde ich Fußball ziemlich langweilig. Und Handball. Und Basketball. Aber zum Glück gibt es Eishockey. Und zum Glück sind die Schweden darin besonders gut!

Wer in Schweden ist, sollte sich unbedingt ein Spiel angucken. Ich war schon allein davon beeindruckt, wie schnell die Spieler auf Schlittschuhen laufen können. Und während sie schon dem Puck nach einem verfehlten Schuss aufs Tor hinterher jagen, musste ich ihn erstmal suchen, so schnell läuft das Spiel.

Und im Gegensatz zum Fußball, findet man beim Eishockey noch echte Männer. Da ist es egal, wie hart man gegen die Bande knallt – das Spiel geht weiter, und wird nicht wie beim Fußball erstmal für eine fünfminütige, oscarwürdige Schmerzinszenierung unterbrochen.

Wir waren beim Spiel HV71 gegen Frölunda HC. Leider hat die HV71-Mannschaft knapp mit einem Endergebnis von 2:3 verloren, aber es war dadurch besonders in den letzten Minuten richtig spannend!

 

Mitten im See – die Insel Visingsö

Wer Schwedens schöne unberührte Natur erleben will, sollte unbedingt einen Tag auf der Insel Visingsö verbringen. Von Jönköping aus fährt man rund eine Stunde mit dem Bus nach Gränna. Allein die Fahrt wäre schon einen Ausflug wert, weil man direkt am See lang vorbei an vielen Apfelplantagen fährt.

Die Fahrt mit der Fähre von Gränna aus dauert dann nochmal rund eine halbe Stunde. Pro Fahrt zahlt man nur 2,50 Euro.

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Visingsö ist mit rund 25 Quadratkilometern die größte Insel im Vätternsee. Am Bekanntesten ist die Burgruine auf Visingsö, die nur wenige Meter vom Anleger entfernt ist. Die Burg wurde von 1573 bis 1662 gebaut. Ab 1715 wurden hier unter König Karl XI die Kriegsgefangenen eingesperrt. Aber schon drei Jahre später wurde die Burg durch einen Großbrand komplett zerstört, angeblich haben die Gefangenen selbst das Feuer gelegt.

Vorbei am Schloss kann man durch den Wald direkt am Wasser lang gehen – Visingsö ist der perfekte Ort für einen sonnigen Herbstspaziergang!

Besonders schön sind die vielen alten Bootshäuser. Dort erlebt man Schweden, wie Astrid Lindgren es in ihren Büchern beschreibt.

Eine Sauna direkt am Wasser: Auf Visingsö würde ich sofort Urlaub machen!dsc_1672

 

 

 

 

Der Taberg

Wer eine schöne Aussicht über die Landschaft im Småland genießen möchte, der sollte den Taberg hoch wandern. Er liegt etwa zehn Kilometer von Jönköping entfernt und ist leicht mit dem Bus zu erreichen.

Von der Haltestelle geht’s erstmal rund 300 Meter den Berg hoch – angefangen bei einer Kuhweide.

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Die Aussicht von 300 Metern Höhe ist so gut, dass man bis zum Vättern sehen kann, der bei gutem Wetter kaum vom blauen Himmel zu unterscheiden ist. Von oben wurde mir auch das erste Mal so richtig klar, dass abgesehen von Jönköping und Huskvarna hier eigentlich nur Wälder und Seen sind.

Ganz oben auf dem Berg ist ein kleines Restaurant mit einer Aussichtsplattform, es gibt aber auch Picknicktische.

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Bergab geht’s dann vom Restaurant aus mitten durch den Wald.dsc_1352

 

 

 

 

 

Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch

Während meiner Zeit hier in Schweden, wollte ich unbedingt Elche sehen. Bereits nach drei Tagen habe ich sie nicht nur gesehen, sondern gefüttert, gestreichelt – und ja, ich habe tatsächlich einen Elch geküsst. Deshalb kann ich auch nur jedem den Virum Elchpark empfehlen. Er liegt nahe Vimmerby im Småland. Allein der Weg zum Elchpark, der mitten im Wald versteckt liegt, ist ein Abenteuer. Meine Freundin und ich haben uns öfters gefragt ob wir überhaupt richtig sind, weil wir eine gefühlte Ewigkeit, teils auf unbefestigten Straßen, durch die Pampa gefahren sind.

Aber der Weg hat sich definitiv gelohnt! Während der Safaritour, durch den acht Hektar großen Park, sitzt man in einen der vielen offenen Wagen, die hinter einen großen Trecker gespannt sind.

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Schon nach wenigen Minuten sind die ersten Elche zu sehen. Sie haben aber nicht etwa Angst. Im Gegenteil. Schnell ist die ganze Elchherde versammelt und rennt neben den Wagen her. Nach ein paar Minuten Fahrt stoppt dann der Trecker, jetzt ist Zeit für die Fütterung – und das wissen die Elche ganz genau.

Ich habe die erste Tour am Tag mitgemacht, sodass die Elche da besonders hungrig waren. Sie haben überhaupt keine Angst vor Menschen, sondern stecken ihre großen Köpfe mit den riesigen Geweihen direkt in die Wagen hinein. Die Mitarbeiter des Elchparks haben dann auch Kartoffeln auf unsere Beine gelegt, wir waren am Ende also ganz schön voll gesabbert, also zieht Euch lieber alte Sachen an.

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Wer will, kann auch auf die Dächer der Wagen klettern und die Elche von oben beobachten. Ich bin aber lieber unten geblieben und habe sie gefüttert. Was ich echt beeindruckend fand war, dass die Mitarbeiter alle neun Elche beim Namen kannten und sie alle ohne Probleme unterscheiden konnten. Da gibts zum Beispiel Harald, den Anführer der Herde.

Mein absolutes Highlight der Elchsafari waren definitiv die zwei drei Monate alten, unglaublich süßen Elchbabys.

Für eine Elchsafari zahlt man umgerechnet ungefähr 15 Euro, das lohnt sich auf jeden Fall! Wer noch mehr über den Virum Elchpark wissen will, kann einfach die Website unter http://www.virummoosepark.se/vara_algar-de.asp besuchen.