Wie am Meer

Der Vätternsee ist Schwedens zweitgrößter See – und für mich auch das Beste an Jönköping. Er ist 135 Kilometer lang und 30 Kilometer breit. Damit hat er eine Gesamtfläche von fast 2000 Quadratkilometern und ist ungefähr vier mal so groß wie der Bodensee. Als ich am Vättern Strand in der Sonne lag, hatte ich deshalb auch nicht das Gefühl am See zu liegen, sondern am Meer.

Hier bei Jönköping ist der Vättern mit 126 Metern am tiefsten. Deshalb ist das Wasser immer sehr kalt. Vor allem ist es aber total klar und sauber, man kann es sogar trinken.

Ich habe eine Bootstour mitgemacht, was ich nur jedem empfehlen kann. Selbst weit draußen auf dem See hat man das Gefühl, dass er einfach kein Ende hat. Man sollte unbedingt mit dem Boot an der Küste Huskvarnas, der Nachbarstadt Jönköpings, halten. Da das Wasser so klar ist, kann man erkennen, dass dort viele Steine unter der Wasseroberfläche liegen. Diese sind die Spitze einer riesigen Steinpyramide, unter der die Bewohner Jönköpings in der Bronze- oder Eisenzeit ihre Toten begraben haben. Im See befindet sich also ein riesiges Massengrab.

Er ist aber trotzdem alles andere als gruselig, sondern einfach unglaublich schön.

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